LANDESVERBAND für
LEGASTHENIE und DYSKALKULIE HESSEN e.V.

Kalender:
Externe - Veranstaltung
Datum:
21.06.2017 11:00 - 14:00

Beschreibung

 

Diese Veranstaltung weist auf Probleme hin, die größtenteils auch der LVL bemängelt:

 

Bildung für Alle!

Demo - Bildungsprotest

 

Gastgeber: Lernfabriken meutern

Mittwoch, 21. Juni 11:00 - 14:00  -  Frankfurt

+++ Bundesweiter BILDUNGSPROTEST auch in Frankfurt +++
+++ An (Berufs-)Schulen, Hochschulen, Ausbildungsplätzen und Kindertagesstätten +++
+++ Anreise aus anderen Städten möglich +++

Aktuell Geplante Demo-Route
11:00 Uhr Start an der University of Applied Science (früher FH) Frankfurt
11:30 Uhr Kundgebung an Elisabethen Schule
12:00 Uhr Aktion an der Uni Frankfurt

Aufruf


Die Bedingungen unter denen Bildung stattfindet sind katastrophal. Der Putz bröckelt von den Schuldecken und die Hörsäle sind überfüllt. Die Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen führt zu überarbeitetem Lehrpersonal, zu großen Klassen und Kursen und schlechter Ausstattung. Immer öfter springen Unternehmen für die Finanzierung ein und können so in ihrem Interesse die Inhalte bestimmen – doch hier liegt nicht das einzige Problem:

Konkurrenz und Ausschluss prägen das ganze Bildungssystem. Im Kampf um die besten Plätze in dieser Gesellschaft werden weite Personenkreise ausgegrenzt. Schon in Kindertagesstätten ist nicht Platz für alle. Nach der Grundschule werden junge Menschen in verschiedene Schulformen sortiert. Die Auslese richtet sich unter anderem nach dem Bildungsgrad und dem Einkommen der Eltern, der ethnischen Herkunft oder dem Geschlecht. So ist oft schon vorbestimmt, wer welchen Abschluss erreichen kann und wer nicht.

Ständiger Leistungsdruck und Disziplinierung rauben den Spaß am Lernen und unterdrücken jeden Funken Neugier. Gelernt wird für die gute Note. Der eigene Drang nach Wissen wird blockiert und individuelle Entfaltung findet keinen Platz. Vermehrt leiden schon junge Menschen an Burn-Out und Depression – das heutige Bildungssystem macht Menschen krank.

Selbstbestimmtes Handeln, politische Teilhabe und kritisches Hinterfragen werden zugunsten braver Angepasstheit an die Erfordernisse der Wirtschaft unterdrückt. Wie und was gelernt wird, ist größtenteils vorgegeben und kann nicht von allen Beteiligten mitgestaltet werden. Lehre und Wissenschaft werden nicht nach den Bedürfnissen der Individuen ausgerichtet. Es scheint, als sollten wir nur das lernen, was der Arbeitsmarkt verlangt.

VerliererInnen finden sich auf allen Seiten: Schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen treffen nicht nur Lehrkräfte an Schulen, sondern auch wissenschaftliche MitarbeiterInnen, Auszubildende, ErzieherInnen, Personal für Technik, Verwaltung und Reinigung. Letztendlich trifft es die Gesellschaft als Ganzes. Wie können wir an einer Lösung für so drängende Probleme wie Armut, Wirtschaftskrise, Unterdrückung, Krieg und Klimawandel arbeiten, wenn jedeR von der Schule an nur noch damit beschäftigt ist, nicht in der Konkurrenz unterzugehen?

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